Ringen hat in St. Georgen eine lange Tradition. Allerdings ist dieser Sport derzeit auf die Jugendarbeit reduziert, doch dies nicht weniger erfolgreich. Einige KSV-Jugendringer sind heute bei Vereinen in der Umgebung auf der Matte aktiv. Um dem Nachwuchs das nötige Rüstzeug zu vermitteln, ist zuerst Training nötig.
Muzaffer Erden kam 1979 nach Deutschland, wohnte zunächst in Triberg und erlernte dort das Ringen. Seit 1985 ist St. Georgen sein Lebensmittelpunkt. Noch im selben Jahr legte er die Kamprichterprüfung ab und ist seither im Bezirk I des Südbadischen Ringerverbands als Kampfrichter eingesetzt. Einer der hauptsächlichen Gründe, sich als Jugendtrainer einzubringen, ist vor allem seine Liebe zum Ringkampfsport. Heute vermittelt er den Jugendlichen, wie wichtig es ist, gewinnen und verlieren zu können. Dabei spielen auch die Kameradschaft und der Umgang miteinander eine große Rolle. Die Jugendlichen erlernen die notwendige Selbständigkeit auf der Matte. Denn im Wettkampf ist der Ringer dort "der einsamste Mensch."
Erden bedauert, dass der KSV keine aktive Mannschaft und auch keine Jugendmannschaft stellen kann. "Dafür nehmen wir an Turnieren teil." Immer wieder ist "ein Neuanfang notwendig", verzagen gilt nicht.
Seit 2 Jahren starten die jungen Ringer in Mannschaftskämpfen in einer Kampfgemeinschaft mit dem AV Hornberg.
Die Jugendlichen absolvieren zuerst eine Aufwärmeinheit, dazu gehört auch der gemeinsame Mattenaufbau. Griffe werden nicht stur geübt, es bleibt immer noch eine Portion gestalterische Freiheit übrig. Zwischendurch gibt es Ballspiele . Zirkeltraining und konditioneller Aufbau gehören ebenfalls dazu. Nur "schludern und Unaufmerksamkeit" sind nicht gerne gesehen. Schließlich sollen die Schützlinge demnächst zeigen, was sie von beiden Trainern gelernt haben.

