Die Geschichte des Ringens

Die männliche Zweikampfsportart Ringen ist über 5000 Jahre alt. Über Griechenland, wo die ägyptische Auffassung vom Ringen brutalisiert wurde, kam diese Zweikampfsportart über Italien nach Frankreich, wo er von den Kelten in ganz Europa verbreitet von den Germanen aufgenommen wurde.

Bis zur Jahreswende 1891/92 lösten sich die meisten der Schwerathleten aus den Turnvereinen und wandten sich den neugegründeten Ringer- und Stemmclubs zu. Auf diese Weise begann die Amateurisierung der Schwerathletik.

Wettkampfbestimmungen für Ringen

Wie alle Sportarten unterliegt auch der Ringkampf gewissen Regeln, die seine Ausführung umschreiben und festlegen. Das Ziel des Ringkämpfers ist es, seinen Gegner auf beide Schultern zu zwingen oder ihn nach Punkten zu besiegen.

Die beiden traditionellen Stilarten unterscheiden sich wie folgt:
Im griechisch-römischen Stil ist es verboten, den Gegner unterhalb der Gürtellinie zu fassen, ihm das Bein zu stellen, seine Beine zu greifen oder die Beine aktiv zur Ausführung eines Griffes zu nutzen. Im Freistil gelten alle diese Einschränkungen nicht. Die Wettkampfbestimmungen sind vielfach geändert und dem heutigen modernen Ringkampf angepaßt worden. Sie verlangen von den Ringern, im Rahmen des "Fair Play" und unter Achtung des Gegners, einen harten und dynamischen Wettkampf.

Mannschaftskämpfe

Es werden Rundenkämpfe von Mannschaften durchgeführt, die sich in einer Leistungsgruppe befinden. Die niedrigste Klasse ist in erster Linie für Anfänger geschaffen worden, während in der höchsten Klasse, der Bundesliga, jährlich der Deutsche Mannschaftsmeister ermittelt wird. Eine Mannschaft besteht in der Regel aus 10 Ringern, die in unterschiedlichen Gewichtsklassen antreten. Die Plus-, bzw. Minuspunkte aus den Einzelkämpfen werden addiert, so daß das Mannschaftsergebnis der beiden sich gegenüberstehenden Vereine festgestellt werden kann. Mannschaftskämpfe haben neben ihrem sportlichen auch einen erzieherischen Wert. Das Zusammengehörigkeitsgefühl und der Einsatz des Einzelnen für die Gemeinschaft wird positiv beeinflußt.

Meisterschaften und Turniere

Zu Meisterschaften für Einzelsportler muß man sich, wenn es über die Verbandsebene hinausgeht, qualifizieren. Wer bis zu den Finalkämpfen vorstößt, hat bis zu 6 Kämpfe absolviert.

Punkte für Aktionen und Griffe

Der Kampfrichter entscheidet über die Punkte für Aktionen und Griffe der beiden Ringer. Je nach Einschätzung und Beurteilung der Wichtigkeit von Aktionen und Griffen werden zwischen 1 und 5 Punkten vergeben (5 Punkte-Griffe von "großer Technik", der den Gegner in eine gefährliche Lage bringt). Ist es nach Ablauf der regulären Kampfzeit keinem Ringer gelungen weder einen Schultersieg noch einen Punktvorsprung zu erkämpfen, wird bis zur Entscheidung weitergerungen.